Hand Pies – Handkuchen mit Apfel-Karamell-Füllung

Hand Pies – Handkuchen mit Apfel-Karamell-Füllung

Warmer Apfelkuchen! Eine kleine Freude für jede Naschkatze und beklopptester Plot-Twist einer jeden Teenie-Komödie. Heute bei uns in einer ganz handlichen kleinen Version, die man sich auch gut zwischendurch gönnen kann oder wenn die Regisseure einen nicht besonders gut ausgestattet wissen wollen.

Ich bin hin und her gerissen darüber, was ich heute schreiben soll. Soll ich von Omas Cousine erzählen, der man zu Ostern immer ein bis zwei selbst gebackene Stuten vorbeibringen musste? Und bei der man grundsätzlich und niemals nur an der Tür die Sachen abgeben konnte, sondern mit einem Lächeln zur Küche durchgewunken wurde? Bei der es wundervoll duftete. Und gerade wenn man es schaffte, dass das olfaktorische Gedächtnis alles einordnen konnte, hatte man auch schon einen Löffel mit warmer Füllung für den Apfelkuchen im Mund stecken. Gelacht hat sie wieder, wenn man sie mit großen Augen anstarrte und einem aus geschlossenen Lippen ein „Mmmmh!“ entfuhr. Ich wäre dann gerne länger geblieben. Um ihr noch etwas beim Backen zuzuschauen. Und natürlich um den fertigen Apfelkuchen zu probieren!

Oder soll ich einen Schwank aus meiner Jugend erzählen? Als Filme wie American Pie und Scream der absolute Zenit der pubertären Filmkunst waren. Kein Geburtstag verging, an dem nicht mindestens einer der Rotzblagen am Geburtstagstisch saß und dreckig anfing zu lachen, wenn ein Apfelkuchen auf den Tisch gestellt wurde. Die Zeit, als auch die deutsche Jugendfilmkultur die Backwaren nicht in Ruhe lassen konnte und jedes Campingwochenende unter pubertierenden Pickeljünglingen zu einem Wettlauf gegen Zeit, Raum und Libido wurde. Soll ich davon erzählen, dass auch ich in meiner Jugend im Ferienlager war? Aber bis heute nicht weiß, wie man eine Flöte benutzt?

Kinners, ich glaube ich will heute einfach nur über Kuchen reden. Kuchen, den man essen kann, egal wo man gerade sitzt oder steht. Kleine Kuchen, die man in anderen Ländern „Hand Pies“ nennt. Und kleine Kuchen, die wir darum „Handkuchen“ genannt haben, weil sie eben genau das sind: Für die Hand! Und ich will über Handkuchen reden, die mit einer saftigen Apfel-Karamell-Füllung gefüllt sind und so unfassbar lecker duften, dass man kaum die Hände von ihnen lassen kann. Bei denen man in Kauf nimmt, sich die komplette Mundhöhle zu versengen. Weil man nicht warten kann, bis sie abgekühlt sind. Und eigentlich will ich darüber noch nicht einmal reden. Ich will die nur essen!

Hand Pies – Handkuchen mit Apfel-Karamell-Füllung

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Hand Pies – Handkuchen mit Apfel-Karamell-Füllung
Hand Pies – kleine handliche Kuchen, die schnell im Mund verschwinden. Und genau für so etwas haben wir auch ein Rezept! Unsere Handkuchen vereinen einen knusprig, goldenen Teig mit einer saftig, süßen Apfel-Karamell-Füllung. Klein, aber oho. Niemals hat es besser gepasst als hier!
Hand Pies – Handkuchen mit Apfel-Karamell-Füllung
Kochzeit 60 Minuten
Portionen
Stück
Zutaten
Teig
Füllung
Kochzeit 60 Minuten
Portionen
Stück
Zutaten
Teig
Füllung
Hand Pies – Handkuchen mit Apfel-Karamell-Füllung
Anleitungen
  1. Für den Teig alle trockenen Zutaten in eine große Schüssel geben, miteinander vermischen und in der Mitte eine Mulde formen. Die Butter in kleine Würfel schneiden und in die Mulde geben. Zum Schluss die flüssigen Zutaten hinzufügen. Alle Zutaten mit einer Gabel vermischen, bis ein grober Teig entsteht. Nun den Teig nur kurz mit den Händen glatt kneten, zu einer Kugel formen und abgedeckt für 30 Minuten in den Kühlschrank geben.
  2. Für die Füllung die Karamell-Bonbons in kleine Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. Die Äpfel schälen und ebenfalls klein würfeln und mit den restlichen Zutaten zu den Karamell-Bonbons geben. Alles gut miteinander vermischen.
  3. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen. Dann mit einem Glas oder Ausstecher runde Teigplatten ausstechen. Etwas Füllung in die Mitte geben, die Teigplatte zur Hälfte umklappen und die Ränder mit einer Gabel festdrücken.
  4. Die fertigen Handkuchen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und mit etwas Rohzucker bestreuen. Mit einem Messer kleine Löcher in die Oberfläche schneiden, damit der heiße Dampf entweichen kann.
  5. Anschließend im vorgeheizten Backofen bei ca. 180° (Umluft) für 25 Minuten backen und vor dem Verkosten unbedingt einen Moment abkühlen lassen.
Rezept Hinweise

Es ist wichtig, dass der Teig möglichst kühl bleibt, damit er im Ofen schön knusprig, fast blättrig, werden kann. Darum sollte er auch nicht zu viel mit den Händen bearbeitet werden.


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