ausgepackt behind the scenes
Ansichtssache

Was macht ihr eigentlich mit dem ganzen Essen?

Diese Frage verdutzt uns immer wieder, aber sie wird gestellt! Und wir fragen zurück: Was macht ihr denn mit eurem ganzen Essen? Bastelt ihr saisonale Gemüsearrangements für die Wohnzimmervitrine, die im wöchentlichen Rhythmus gewechselt werden? Packt ihr alles in ein adrettes Päckchen und schickt es an die verzweifelten Teilnehmer beim Perfekten Dinner? Werdet ihr in sicherer Regelmäßigkeit von hungrigem Großwild heimgesucht, das sich dann einmal quer durch eure Küche frisst und dann wieder ganz anständig geht? Jesses, Maria… also ich weiß ja nicht, was ihr macht, aber wir essen unser Essen einfach! Ja, wirklich. Wir, und im Zweifelsfalls auch andere.

So viel Essen ist das nämlich auch alles gar nicht, wenn man das mal rein rechnerisch betrachtet. Wir veröffentlichen zwei Rezepte pro Woche. Die Woche hat aber sieben Tage. Und an einem Tag hat man mindestens drei Mahlzeiten. Wenn wir jetzt also jeden Tag und zu jeder Mahlzeit etwas anderes kochen und grundsätzlich und immer ein fotofertiges Mahl servieren könnten, könnten wir satte 21 Rezepte veröffentlichen. Völlige Utopie natürlich, aber zumindest zahlentechnisch möglich.

ausgepackt behind the scenes: Was macht ihr eigentlich mit dem ganzen Essen: ...und auch, wenn es nicht so fancy aussieht wie auf den Fotos, lecker ist's immer!

Alleine, zu zweit oder mit Freunden

Die Realität sieht so aus, dass die meisten unserer Rezepte nur für wenige Portionen ausgelegt sind. Bei zwei Portionen schaffe ich es alles alleine aufzuessen, bei größeren Portionen teile ich mit Maddin. Sind noch größere Sachen dabei, wie Kuchen, Muffins oder Aufläufe, kann man gut mal den Nachbarn oder Freunden ein Tellerchen aufs Auge drücken. Oder man bringt den Tupperschrank mal wieder ordentlich zum Beben, um dann den Gefrierschrank für schlechtere Zeiten zu bestücken. Fakt ist: Hier kommt nichts weg, was nicht weg muss!

Nun kommt es aber auch mal vor, dass ein Rezept noch in der Testphase steckt. Das heißt, man hat erst einmal nur eine vage Idee, an der ein wenig getüftelt werden muss, bis das finale Ergebnis zu unserer Zufriedenheit ausfällt. In solchen Fällen koche ich ein Gericht nur für eine kleine Portion vor, um dann die Zutatenliste entsprechend zu überarbeiten. Isst ja keiner gerne Unmengen von fiesem Essen! Dann erst, im Grande Finale, wird das richtige Rezept gekocht, damit wir uns in dessen Glanz und Gloria noch einmal richtig sonnen können. Essen soll ja Spaß machen und den wollen wir uns auch nicht vermiesen lassen von mangelhafter Nahrungsmittelkombinationsfähigkeit!

Nach dem Foto in den Bauch

Um das also klar zustellen: Wir werkeln nicht stundenlang in der Küche rum, nur damit wir am Ende irgendwas haben, womit wir eine ausdauernde Fotosession abhalten können, und das war’s. Das Essen, das ihr hier auf den Bildern seht, ist nach dem Fotografieren direkt in unseren Bäuchen gelandet. Als ganz normale Mahlzeit. In unserem ganz normalen Alltag. Weil wir ganz normale Leute sind, die einfach nur öfter als andere neue Sachen kochen. Und sie fotografieren. Und deren Rezepte verfassen. Und veröffentlichen. Und auf Social Media dokumentieren. Aber okay, das ist schon wieder ein anderes Kapitel…

PS: Sind das nur wir, oder besitzt noch jemand außer uns so etwas wie einen „Tupperschrank“? Diese merkwürdige Erscheinung in der Küche, dessen Inhalt wie ein Jenga-Turm zusammenfällt, wenn man ein Teil zu entfernen versucht. Nö? Nur wir? Okay…

ausgepackt behind the scenes: Was macht ihr eigentlich mit dem ganzen Essen: Meistens isst die Küchenfee alles auf, aber manchmal hat man auch Glück...

VonEden

Mit Kamera, Kochlöffel und einer guten Portion Irrsinn bewaffnet ist Eden für die Rezepte hier auf Toastenstein zuständig und brutzelt, brät und testet im Auftrag des erleuchteten Gaumens neue Geschmacksmonster für euch.

Du willst Eden eine Mail schreiben? Hier ist die Adresse: eden@toastenstein.com

10 Comments

  1. “Werdet ihr in sicherer Regelmäßigkeit von hungrigem Großwild heimgesucht, das sich dann einmal quer durch eure Küche frisst und dann wieder ganz anständig geht?” Oooooh, ich liebe den Sarkasmus, Du sprichst ganz klar meine Sprache! Also eins sage ich Dir: Bei der Menge, die ich mittlerweile koche, habe ich aber das Gefühl, dass wir von diesem hungrigen Großwild heimgesucht werden. Ich glaube, die Kinder fressen mir die Haare vom Kopf.
    Deshalb freue ich mich immer, wenn ich neue Anregungen und Rezepte bei den Blogger-Kollegen finde. Danke dafür. Und Ihr dürft das natürlich auch essen. Oder schickt es uns. Danke. Bitte.

    Lieben Gruß, Bea.

    1. Hey Bea!

      Schön, dass dir unser Beitrag so gut gefällt und du auch unsere Sprache sprichst! 😉
      Sieht es denn mit deinen weggefutterten Haaren schon so arg aus, dass wir dir ein kleines Care-Paket schicken müssen oder kommst du noch durch?

      Toastige Grüße
      Eden

  2. Bei so vielen, veröffentlichten Rezepten kann ich mir gut vorstellen, dass diese Frage kommt. Selber essen, und was zu viel ist, verteilen, das klingt nach einem guten Plan. Und hin und wieder etwas Vorrat in der Tiefkühltruhe, auch nicht schlecht! Mache ich sehr ähnlich! Außer bei Süßem, das erlebt maximal den nächsten Tag… 🙂

  3. Hey ihr Lieben,
    ja also da würd sichs für mich auch aufhören, wenn ich mein Essen nach dem Fotografieren nicht mal essen würde! Alles was wir auf dem Blog haben ist auch so in unsere Mägen gewandertn – manchmal etwas kalt, aber alles wird aufgeputzt. 🙂
    Liebe Grüße, Ina

    1. Hi Ina,

      kalt zu essen, kommt hier natürlich auch gelegentlich vor, aber das ist wirklich ein kleines Opfer, wenn man den Output am Ende sieht… Und wegschmeißen kommt für uns auch mal gar nicht in Frage, da wir von Verschwendung auch gar nichts halten. 😉

      Liebe Grüße,
      Maddin

    1. Ich bin ganz froh darüber, dass wir zumindest auswärts auch einfach mal nur essen können, ohne den Teller aus drei verschiedenen Perspektiven ins Visier nehmen zu müssen. Fotografiert wird hier in der Regel nur das Essen, das mal ein Rezept wird. 😉

  4. Solche Fragen bekommt ihr gestellt? Das ist witzig und auch irgendwie komisch. Da stellt sich tatsächlich die Gegenfrage, was andere mit ihrem Essen machen. Aber es soll ja tatsächlich Menschen geben, die Kochen, dann Bilder machen und die Sachen eben nicht essen. Muss mich auf jeden Fall noch bisschen auf eurer Seite umschauen.

    Liebe Grüße Dany <3 von danyalacarte.de

    1. Hi Dany!

      Ja, die Frage wirkt im ersten Moment etwas merkwürdig, macht aber tatsächlich Sinn, wenn man davon ausgeht, dass das Essen präpariert wird. Es gibt durchaus einige Blogger und Food Stylisten, die ihr Essen mit Farbe bepinseln oder mit Lack besprühen und anders behandeln, damit es für Fotos ansehnlicher aussieht.

      Dann zu fragen ist wo das Essen hingeht, ist verständlich. Aber wir machen so etwas nicht. Hier wird gegessen was auf den (Foto)Tisch kommt! 🙂

      Viel Spaß beim Stöbern!
      Eden

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