Veganes Schlemmerfilet
Ofen-Monster

Frisch aus dem Ofen! – Veganes Schlemmerfilet

Gebackener Fisch mit Kartoffelpüree. Ein Essen aus Kindheitstagen und später ein Essen, das es fast jeden Freitag auch in der Uni-Mensa gab. Da werden wieder alte Erinnerungen wach! Und damit die auch beim geneigten Veganer weiter aufkommen können, gibt es bei uns veganes Schlemmerfilet!

Veganes Schlemmerfilet | Toastenstein

Ich bin gebürtiger Fischkopp und ich mag keine Möwen und auch keinen Fisch. Skandalös, ich weiß! Aber Möwen bereiten mir ein mulmiges Gefühl in der Magengegend mit ihren Schnäbeln und den Geräuschen, die dort heraus kommen. Davon abgesehen sind sie unheimlich frech. Was ich faszinierend und gruselig zugleich finde. Bei Fisch hingegen ist ein nie überwundenes Kindheitstrauma Grund für meine tiefe Abneigung…

Als ich nämlich noch ein klitzekleines Toastscheibchen war, passierte mir das, was vielen Fischessern in ihrem Leben irgendwann mal passiert. Ich aß eine kleine Gräte mit. Das muss nicht schlimm sein, kann es aber, wie in meinem Fall. Denn in einem letzten Akt des Aufbäumens hatte sich der Fisch dazu entschieden „Wenn ich gehe, gehst du auch!“ und die Gräte blieb mir im Hals stecken. Davon kein kleines Trauma zurückzubehalten, ist schwer. Denn das paradoxe Gefühl bei jedem Atemzug ersticken zu müssen und eine panische Mutter, die in unerhört hoher Geschwindigkeit durch das kleine Örtchen rast, um einen zum Arzt zu bringen, nun ja, sowas brennt sich ein. Danach war alles, was über Fischstäbchen und Schlemmerfilet hinaus ging, für mich gestrichen.

Veganes Schlemmerfilet | Toastenstein

Kein großer Verlust, wenn man mich heute fragt, aber wenn ich an Schlemmerfilet und Kartoffelpüree denke, dann keimen tatsächlich ein paar nostalgische Gefühle in mir auf. Denn das war das klassische Freitags-Gericht in meiner Kindheit und ich habe es geliebt. Nicht so sehr wegen des Fisches, sondern mehr wegen dieser unheimlich leckeren Kruste obendrauf! Und weil man solch liebgewonnene kulinarische Erinnerungen nicht loslassen soll, gibt es heute bei uns veganes Schlemmerfilet. Und die Angst vor Gräten ist damit auch absolut passé. Tofu hat sowas nämlich nicht. 😉

Veganes Schlemmerfilet | Toastenstein

Veganes Schlemmerfilet
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Frisch aus dem Ofen! – Veganes Schlemmerfilet

Wer kennt es nicht? Freitags gibt’s Fisch. Das war schon immer so. Und das geht auch immer noch, wenn man plötzlich Veganer wird. Wir haben nämlich ein Rezept für veganes Schlemmerfilet für euch, das seinem Original in nichts nachsteht und noch dazu hundertprozentig grätenfrei daherkommt. Probiert es aus!
Zubereitungszeit35 Min.
Arbeitszeit35 Min.
Portionen: 2 Portionen

Zutaten

Tofu-Filet

  • 450 g Tofu
  • 1 TL Dill
  • Pfeffer, Salz

Kräuter-Kruste

  • 70 g Vegane Butter bzw. Margarine
  • 30 g Semmelbrösel
  • 20 g TK-Kräutermischung (z.B. Gartenkräuter)
  • 1/2 Zwiebel
  • 2 EL Hefeflocken
  • 1 TL Zitronensaft
  • Pfeffer, Salz

Anleitungen

  • Das Tofu mit den Händen klein krümeln, den Dill untermischen und kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dann in eine kleine Auflaufform geben und mit den Händen oder einem Löffel fest andrücken.
  • Die Zwiebel in feine Würfelchen schneiden und kurz beiseite stellen.
  • Für die Kruste die Butter in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze schmelzen. Dann die Zwiebelwürfel hinzufügen und etwas glasig werden lassen.
  • Nun nach und nach Hefeflocken, Zitronensaft und Kräuter hinzufügen und kräftig umrühren. Zum Schluss die Semmelbrösel untermischen.
  • Die fertige Mischung gleichmäßig auf dem Tofu verteilen und die Auflaufform bei 180° (Umluft) in den vorgeheizten Backofen geben und backen, bis die Kruste goldbraun ist.

Notizen

Wer keine gefrorenen Kräuter benutzen möchte, kann selbstverständlich auch frische benutzen, oder auch getrocknete. Die Gartenkräuter-Mischung besteht aus: Petersilie, Kresse, Schnittlauch und Schnittsellerie.

VonEden

Mit Kamera, Kochlöffel und einer guten Portion Irrsinn bewaffnet ist Eden für die Rezepte hier auf Toastenstein zuständig und brutzelt, brät und testet im Auftrag des erleuchteten Gaumens neue Geschmacksmonster für euch.

Du willst Eden eine Mail schreiben? Hier ist die Adresse: eden@toastenstein.com

7 Kommentare

  1. hey, das vegane schlemmerfilet war der erste fund auf toastenstein und nun haben wir ihn endlich probiert. was soll ich sagen: so lecker wie es unsere erinnerung hergibt und allemal so ungesund 🙂

    ein halbes nori-blatt (zerbröselt) an die Tofumischung und etwa die doppelte Menge an Knusper-Kruste waren gute Tipps! Die fehlende Ofenzeit hat den Zeitplan ein wenig gefährdet… am Ende war das Blech ca. 30 Minuten im Ofen.

    Danke für das Rezept, das machen wir für die unüberzeugbaren Familienteile auf jeden Fall bei Gelegenheit wieder 😀

    1. Hallo Namensvetter 😉

      Vielen Dank für das tolle Feedback!
      Es freut uns total, dass das Schlemmerfilet überzeugen konnte – und hoffen natürlich, dass es nicht das letzte Rezept war, das Euch begeistern konnte. 🙂

      Danke auch nochmal für die Anmerkungen wegen der Backzeit. Und schön, dass Du die Tipps der anderen Kommentatoren aufgegriffen hast – wir haben schon tolle Follower. ?

      Toastige Grüße,
      Maddin

  2. Sehr leckeres Rezept. Ich habe eine Portion mit Kartoffelbrei gemacht, hat dann sogar noch gut für Mittag und Abend gereicht. Hat man also noch Beilagen finde ich die Portion Angabe zu viel.
    In die Tofu Schicht habe ich noch Nori reingemacht. Das macht es so wunderbar fischig.

  3. Danke für das tolle Rezept!

    Sehr lecker, allerdings habe ich die doppelte Menge der Kruste gemacht, weil ich mit der einfachen Menge den Tofu nicht einmal dünn komplett bedecken konnte.

    Wo hast du die Kräutermischung gekauft? Ich denke, sie macht den Geschmack wesentlich aus. Ich hatte keine Gartenkräuter gefunden und daher “8 Kräuter” genommen. Es schmeckt auch gut, aber schon ganz anders als das “richtige Schlemmerfilet”.

    Hast du einen Tipp, wie man das Ganze aus der Form bekommt ohne, dass es komplett zerfällt? Ich habe den Tofu vorher gut zusammengedrückt, trotzdem konnte ich keine ganzen Stücke rausholen. Schmeckte natürlich trotzdem, sah nur nicht so appetitlich aus. Ich hatte es 15 Minuten im Ofen. War das zu kurz?

    1. Hallöchen Kahtrin,

      vielen lieben Dank für deinen echt schönen Kommentar und das Lob.

      Du hattest aber noch ein paar offene Fragen für uns:
      Die Kräutermischung haben wir sowohl bei Real, Rewe, Edeka und Aldi schon gefunden und gehört zu unserer Standard-Tiefkühl-Besatzung.

      Was die Festigkeit angeht, so bleibt das Tofu leider ein zartes Gut, Wenn du aber Wert drauf legst, ein ganzes Stück aus der Form zu heben, könnte ein bisschen Bindemittel helfen. Wir empfehlen ein bis zwei Teelöffel Sojamehl oder Speisestärke. Geschmacklich wird das nichts ändern, aber die Konistenz dürfte etwas mehr Festigkeit bekommen.

      Ich hoffe das hilft dir weiter. 🙂

      Toastige Grüße
      Eden

      1. Interessantes Rezept, werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren. Was mir allerdings fehlt, und was beim fischigen Geschmack nicht fehlen sollten, sind die NoriAlgen. Die würde ich da noch ergänzen. Ich bin gespannt. In einem Instagram Beitrag habe ich gesehen, daß der Koch den Tofu im Stück gelassen hat. Das wiederum könnte vielleicht zu fest werden . Welchen Tofu könnt ihr empfehlen? Oder ist der Natur Tofu überall geschmacklich gleich? LG in die Runde

  4. Oh meine Güte. Das war so lecker. Danke für dieses mega geile Rezept. Wird auf jeden Fall nochmal gemacht. Dazu gab es Kartoffelpürree und Gurkensalat.

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