ausgepackt behind the scenes

Woher bekommt Ihr die Ideen für Eure Rezepte?

Da wir ja unserem kleinen Monster da oben verpflichtet sind, das ständig nach neuem Essen verlangt, ist manchmal wirklich Kreativität gefragt, um auf Ideen für Rezepte zu kommen. Und die finden wir, um es kurz vorab zu sagen, quasi überall!

Wir lehnen ja bekanntlich tierische Produkte per se ab. Das bedeutet schon lange keinen Verzicht mehr, sondern hat uns das Tor in eine völlig neue Welt geöffnet. Wir haben die Angst und Vorbehalte gegenüber bestimmten Lebensmitteln abgelegt. Haben wir früher hauptsächlich unser Stammgemüse gekauft, probieren wir jetzt einfach neue Dinge aus. Freiwillig hätten wir beide früher, ach was rede ich, damals in grauer Vorzeit, nie, nie, nie Rosenkohl gekauft. Heute ist dies kein Problem mehr. Und wenn man einfach mal so Rosenkohl gekauft hat, muss man diesen natürlich verarbeiten. Und was passt gut dazu, was will man mal ausprobieren? Was passt gut zusammen, was geht überhaupt nicht? Was im Ansatz interessant klingt, kann manchmal ein ganz großer Albtraum werden. Aber letzten Endes gilt in unserer Küche: „Geht nicht, gibt’s nicht!“

Experimente in der Laborküche

Wir experimentieren dementsprechend dann auch oft und gerne in unserer Laborküche. Und wie es sich für Experimente gehört, müssen die Ergebnisse untersucht und validiert werden. Das heißt kaufen, kochen, kombinieren, kosten, kritisieren. Nicht jede Idee ist auf Anhieb ein Knaller. Aber dann wird das Rezept variiert und die Karten neu gemischt. Totalausfälle sind dank Edens Kochkünsten dabei allerdings höchst selten. Und tun unserer Experimentierfreude entsprechend keinen Abbruch, so dass sie also oftmals der Quell unserer Schöpfung ist.

Da wir früher natürlich anders getickt haben, man möge sagen, nicht unbedingt besser, kennen wir natürlich auch noch viele Rezepte und Gerichte, die wir mochten, aber in der bekannten Form nicht mehr essen wollen. Dann heißt es: „Veganisieren, was das Zeug hält!“ Wir ersetzen dann Zutat A durch B, geben noch C dazu, lassen vielleicht D weg und gucken, wie es schmeckt.

ausgepackt behind the scenes: Ideen für Rezepte... das könnten wir auch mal für Toastenstein machen, oder?

Wir schauen auch gerne über den eigenen Tellerrand hinaus, denn Inspiration gibt‘s natürlich auch außer Haus – virtuell wie real. Wenn uns etwas im Restaurant begeistert hat, versuchen wir, das auf Toastenstein-Art nachzubasteln. Und im Internet, bei Facebook, bei Instagram, bei anderen Food Blogs – vegane wie das Gegenteil davon – finden wir immer wieder Sachen, die einfach abgefahren und lecker aussehen und die wir dann nachkochen oder -backen müssen! Wir stehen auf Food Porn!

Deadlines im Kühlschrank

Zudem sind wir beide Menschen, die meist gut mit Deadlines arbeiten können, manchmal brauchen wir diese sogar. Solche Deadlines gibt es auch bei uns im Haus. Man findet sie in der Küche, genauer gesagt im Küchenschrank und vor allem im Kühlschrank! Gemüse, das so langsam mal vertilgt werden muss, zwingt uns dazu, kreativ zu sein, da wir so gar nichts davon halten, Essen wegzuschmeißen. Ohne den Inhalt des Kühlschranks, der uns manchmal auf den Füßen steht und uns hübsch unter Druck setzt, hätte es das eine oder andere Rezept bestimmt nicht gegeben.

Und Hunger nicht zu vergessen. Hunger ist auch ein brauchbarer Antrieb, um die Kochlöffel in Schwung zu setzen. Manchmal hat man Appetit auf etwas ganz Bestimmtes. Hunger ist wahrscheinlich der wichtigste, ehrlichste und einfachste Ideengeber. Wo ein satter Magen, da kein Rezept. Glücklicherweise haben wir fast immer Hunger! 🙂

ausgepackt behind the scenes: Ideen für Rezepte: Der Kühlschrank in der Laborküche - auch bekannt als "das Haus der tausend Gläser und Ideen"


6 Kommentare

  • Krisi von Excusemebut...

    17. April 2018

    Bei mir es ganz ähnlich, wobei ich tatsächlich noch sehr oft in den guten alten Kochbüchern nachschaue und es auch liebe neue zu kaufen=) Aber der Hunger ist auch immer wieder eine gute Inspiration;)
    Liebe Grüsse,
    Krisi

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    • Maddin

      18. April 2018

      Hi Krisi,

      da sagst Du was.
      Ich habe hier noch ein total schönes (nur) vegetarisches Kochbuch, das mir Freunde vor vielen Jahren mal geschenkt haben, aber woraus ich erst einmal was gemacht habe… Vielleicht werde das mal ändern. 😉

      Liebe Grüße,
      Maddin

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  • L♥ebe was ist

    17. April 2018

    hehe, das mit den Deadlines im Kühlschrank finde ich genial 🙂

    ansonsten lasse ich mich tatsächlich am liebsten auf Blog’s mit schönen Food-Bildern inspirieren! koche allerdings verhältnissmäßig selten 😉

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com

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    • Maddin

      18. April 2018

      Hallo Tina,

      danke. 😉 Die Deadlines im Kühlschrank sorgen bei mir auf jeden Fall immer für Panik, weil ich den Spruch “Es heißt ‘Mindestens haltbar’ und nicht ‘absolut tödlich ab'” noch nicht ganz verinnerlicht habe… 😀

      Liebe Grüße zurück!
      Maddin

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  • I need sunshine

    17. April 2018

    Ich koche auch ganz oft einfach frei Schnauze und mit dem was im Kühlschrank bald mal weg muss bevor es schlecht wird 😀 So richtig nach Rezept koche ich eigentlich recht selten.

    Viele Grüße,
    Diana

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    • Maddin

      18. April 2018

      Hallo Diana,

      ich zwinge mich immer, am Wochenende frisches Gemüse zu kaufen, um ja in der darauf folgenden Woche kochen zu müssen.
      Aber ich mache das – anders als Eden – eher absolut planlos. Gemüse braten, Nudeln kochen, Sauce drüber, fertig.
      Nach Rezept koche ich nur, wenn ich das noch nicht internalisiert habe. Aber ich lasse mir auch ungern sagen, was ich zu tun habe. 😉

      Liebe Grüße,
      Maddin

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