Rosen-Beeren-Gelee
Einmach-Monster

Rosen-Beeren-Gelee – Besser als jeder Strauß

Weihnachten hat ja die Angewohnheit, immer völlig überraschend über uns hereinzubrechen. Aus Verlegenheit werden dann komische Sträuße von der Tanke als kleines Mitbringsel unter den Arm geklemmt. Aber Blumen kann man auch so viel stilvoller verschenken. Zum Beispiel als Rosen-Beeren-Gelee.

Rosen-Beeren-Gelee

Ich sitze am Frühstückstisch, und es ist Testzeit. Gleich zu Anfang stelle ich fest, warum ich so selten Gelee koche. Das Zeug hat die Tendenz, vom Brot zu flutschen und neben dem Teller zu landen, Marmelade ist da etwas kooperativer. Aber die Farbe! Ein Träumchen in tiefdunklem Magenta. Für einen kurzen Augenblick treffe ich das Abkommen mit mir, nur noch Lebensmittel in dieser Farbe zu essen. Aber außer Rote Beete fällt mir nicht viel ein und ich verlasse meine kurze Hysterie wieder.

Der Geschmack ist fruchtig, nicht zu süß, mit einer leicht bitteren Note und einem zart-duftigen Blumenaroma im Abgang. So zart, dass Maddin es noch nicht einmal wahrnimmt. Ich kann das kaum glauben. Marschiere ins Bad, besprühe mir wild das Gesicht mit Rosenwasser und stehe danach wüst grinsend direkt vor ihm: „Riech mal an meinem Gesicht! Das riecht genauso, wie das da schmeckt!“ Und es stimmt. Jetzt vernimmt auch Maddin den Geschmack des Rosenrots.

Rosen-Beeren-Gelee

Das Rosen-Beeren-Gelee ist also etwas für Genießer. Keine olfaktorische Brechstange mit Geschmacksexplosion. Sondern ein leiser, blumiger Gruß aus ganz viel „Mmmmh“ und „Jaaaaamm“. Perfekt, um in der Küche mal ein kleines, überschaubares Experiment zu wagen. Und außergewöhnlich genug, um es jemandem als kleines Mitbringsel in den Weihnachtsstiefel zu schmuggeln. Und deutlich weniger kitschig als ein Strauß Rosen. 😉

Was sagt ihr? Werdet ihr das Rezept ausprobieren? Nachdem wir uns schon mit Lavendel ausgetobt haben, mit Tofu und Kartoffelsalat, wird das bestimmt nicht unser letztes Rosen-Rezept sein. Falls ihr also ein paar Blüten übrig haben solltet: gut weglegen und für später aufbewahren.

Rosen-Beeren-Gelee

Rosen-Beeren-Gelee
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Rosen-Beeren-Gelee

Man könnte es die deutlich geschmackvollere Art, einen Strauß Rosen zu verschenken, nennen. Und das auch noch ganz wortwörtlich, denn das Gelee ist auch lukullisch eine wirkliche Erfahrung.
Portionen: 5 Kleine Gläser (je ca. 250ml)

Zutaten

  • 40 g Getrocknete Rosenblätter
  • 200 g Beerenmischung (tiefgefroren)
  • 500 g Gelierzucker (3:1)
  • Saft einer Zitrone
  • 1,4 L Wasser

Anleitungen

  • Die Rosenblätter und die Beerenmischung in einen großen Topf geben und mit Wasser aufgießen.
  • Nun die Mischung kurz aufkochen und für weitere 30 Minuten (ohne Deckel) köcheln lassen und gelegentlich umrühren.
  • Die gesamte Mischung durch ein Sieb gießen, um alle festen Bestandteile zu entfernen.
  • Nun den Zitronensaft und den Gelierzucker einrühren und alles nach Packungsangabe kochen.
  • Das fertige Gelee in heiß ausgespülte, saubere Gläser füllen und fest verschließen. Fertig!

Notizen

Solltet ihr auf die Idee kommen, den "Sud" zu probieren, bevor ihr den Gelierzucker hinzufügt, bitte nicht erschrecken. Es schmeckt sehr sehr bitter. Der Zucker gleicht das aber wunderbar wieder aus.

VonEden

Mit Kamera, Kochlöffel und einer guten Portion Irrsinn bewaffnet ist Eden für die Rezepte hier auf Toastenstein zuständig und brutzelt, brät und testet im Auftrag des erleuchteten Gaumens neue Geschmacksmonster für euch.

Du willst Eden eine Mail schreiben? Hier ist die Adresse: eden@toastenstein.com

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