Tomaten-Johannisbeer-Pizza mit Cashew-Creme

Platz da! Platz da, für die Leute mit den bescheuerten Ideen! Wenn Not erfinderisch macht, dann sitzen wir hier in der Laborküche im absoluten Krisenzentrum. Denn wer die Lösung für ein Kuchenproblem in Tomaten-Johannisbeer-Pizza verortet, kann nicht mehr ganz sauber ticken…

Tomaten-Johannisbeer-Pizza mit Cashew-Creme | Toastenstein

Die Sommermonate sind für mich prädestiniert, um mal so richtig all in zu gehen, wenn es um alles Süße geht. Kuchen, Cupcakes, Törtchen, Marmelade und Eis? Yes, please! Und ich hatte mir fest vorgenommen, diesen Sommer nutze ich die Gunst der Stunde und stürme meine letzte Bastille, wenn es um Zitrusfrüchte geht. Grapefruits sind die einzigen, die noch auf meiner imaginären Bucket-List stehen. Kombiniert mit einer Schale traumhafter Johannisbeeren, und ich war mental schon in meinem persönlichen Törtchen-Nirwana.

Wer unsere Storys auf Instagram in den letzten Wochen aber verfolgt hat, weiß, dass ich’s aber total verkackt hab. Die Füllung ein Knüller, der Boden ein Albtraum. Furztrocken und viel zu lange gebacken. Und mein Stolz lässt es nicht zu, dass ich sowas fotografiere und als neues Prunkstück aus der Laborküche schiebe. Aber ich wollte unbedingt ein Rezept mit Johannisbeeren haben für dieses Jahr, also musste ich erfinderisch werden und mit dem Rest der Beeren improvisieren…

Tomaten-Johannisbeer-Pizza mit Cashew-Creme | Toastenstein

Tadaaaa: Pizza! Ja, ich weiß, was ihr jetzt denkt. Ist in Ordnung. Wir haben uns eine Reputation für fragwürdige Pizza-Toppings erarbeitet: Apfel-Bratwurst-Pizza, die ungeheuerlich-grüne Rucola-Zucchini-Pizza und die weiße Pizza mit Kokosmilch. Und jetzt kommen wir mit Johannisbeeren um die Ecke! Wie viele Italiener müssen sich für uns denn noch im Grabe umdrehen!?

Nun, wenn es nach uns geht, werden es noch ein paar mehr. Vorausgesetzt ihr wollt keine Törtchen mit fiesen Böden essen, dann ist Pizza das last resort! Aber wie so oft, wir appellieren auch heute an euer Vertrauen unseren Experimentierkünsten gegenüber und sagen: Gebt der Tomaten-Johannisbeer-Pizza eine Chance! Sie ist so viel besser als ihr Name es vermuten lässt!

Tomaten-Johannisbeer-Pizza mit Cashew-Creme | Toastenstein

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Tomaten-Johannisbeer-Pizza mit Cashew-Creme
Sonne macht albern, aber auch sehr erfinderisch. Mit unserer Tomaten-Johannisbeer-Pizza beweisen wir, dass man auch kulinarisch mal über den Tellerrand blicken muss, um Großes zu erleben!
Tomaten-Johannisbeer-Pizza mit Cashew-Creme | Toastenstein
Kochzeit 25 Minuten (+Gehzeit)
Portionen
Pizzen
Zutaten
Boden
Cashew-Creme
Belag
Kochzeit 25 Minuten (+Gehzeit)
Portionen
Pizzen
Zutaten
Boden
Cashew-Creme
Belag
Tomaten-Johannisbeer-Pizza mit Cashew-Creme | Toastenstein
Anleitungen
  1. Als erstes wird die Hefe für den Teig vorbereitet. Dazu Hefe, Wasser und Zucker in einen Becher geben und verrühren. Anschließend für mindestens 10 Minuten stehen lassen, um die Hefe zu aktivieren.
  2. Mehl, Salz und Olivenöl in eine große Schüssel geben und die Hefemischung hinzufügen. Nun alles vermischen und zu einem glatten geschmeidigen Teig verkneten.
  3. Den fertigen Pizzateig mit einem feuchten Handtuch abdecken und an einem warmen Ort für mindestens 30 Minuten gehen lassen (je länger desto besser!).
  4. In der Zwischenzeit die Cashews in eine Schüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen. Dann für ca. 15 Minuten einweichen lassen.
  5. Die Cashews mit den restlichen Zutaten für die Creme in einen Mixer geben und fein pürieren und kräftig abschmecken.
  6. Für den Belag die Tomaten in Scheiben schneiden und die Johannisbeeren mit einer Gabel von der Rebe streifen.
  7. Den Pizzateig in zwei Teile trennen, kurz zu runden Kugeln formen und flach ausrollen oder mit den Händen zu dünnen Fladen formen. Anschließend auf zwei mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen.
  8. Die Creme auf beide Pizzen aufteilen und mit einem Löffel dünn verstreichen. Dann den Belag darauf verteilen.
  9. Im vorgeheizten Backofen bei 200°C für ca. 10-15 Minuten backen, bis der Rand der Pizza goldbraun ist.

2 Kommentare

  • Tess

    24. August 2020

    Das Rezept klingt sehr gut. Welches Mehl nimmt man denn da am besten?

    Reply
    • Eden

      29. August 2020

      Hallo Tess,

      wir haben ganz normales 630er Dinkelmehl benutzt. Das benutzen wir eigentlich für fast alle unserer Backrezepte. 🙂

      Toastige Grüße
      Eden

      Reply

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