Grüne Linsen-Taler mit Rucola und Basilikum

War noch jemand früher mäkelig beim Essen? Ich schon, vor allem weil ich viele Dinge nicht wirklich kannte. Und ein Graus waren Linsen für mich – und ich hätte nie gedacht, dass sich das mal ändern würde. Die Linsen-Taler sind aber nur ein Teil der Geschichte…

Grüne Linsen-Taler mit Rucola und Basilikum | Toastenstein

Bei uns früher wurde eigentlich nur selten gekocht – oder das mit dem Essen angestellt, was man dafür hielt. Bei den Großeltern sah das traditionsgemäß ein bisschen anders aus, da war es fleischlastig und eher deftig, aber meine eine Oma hat den besten Nudelsalat der Welt gemacht und meine andere Oma zeichnete für die besten Reibeplätzchen der Welt verantwortlich. Meine Eltern hingegen haben sich nicht so viel aus der Küche gemacht, drückten mir früh einen Katalog für Tiefkühlprodukte in die Hand, damit ich mir nach der Schule selbst was machen konnte. Quasi jeden Tag das Lieblingsessen – yummi! Aber nicht wirklich sinnvoll… Hüben wie drüben waren aber Linsen einfach nicht auf dem Speiseplan vertreten. Diese kannte ich nur von der Kirmes als völlig verkochte Suppe, und beim Gedanken daran, wird mir schon wieder ein bisschen übel.

Und dann kamen Eden, der Veganismus und Toastenstein – sowie mein Hausarzt, der mir für meinen etwas erhöhten Blutdruck mehr Leguminosen (welch ein schönes Wort!), also Hülsenfrüchte, ans Herz gelegt hatte. Und das war dann in dieser Kombination wie ein Wink des Schicksals. Fortan tauchten Linsen auch häufiger auf unserem Esstisch auf. Der Start war wohl die klassische Linsen-Bolognese und hier auf dem Blog konnten wir uns an einem ganz unverschämt leckeren Linsen-Lauch-Kuchen erfreuen, schmierten uns Linsen-Aufstriche aufs Brot und packten erst letzte Woche einen mediterranen Linsensalat mit auf den Grillteller. Linsen, ich liebe sie! Das hätte mein 5-30 Jahre jüngeres Ich nie für möglich gehalten!

Grüne Linsen-Taler mit Rucola und Basilikum | Toastenstein

So ist es dann nicht verwunderlich, dass die grünen Linsen-Taler hier ebenfalls weggingen wie warme Semmeln. Eden hatte sie gemacht und schon fotografiert. Glücklicherweise muss man sagen, denn als ich zu ihr nach Hause kam, hat sie mir ein Linsen-Talerchen angeboten. Als kleine Vorspeise sozusagen. Es war wirklich köstlich. Ein schöner, kleiner Snack für zwischendurch… Oder auch als dreiviertel Abendessen, denn ich nahm noch einen und noch einen. Irgendwann waren sie weg. Alle. Aufgefressen. Dass ich mal dermaßen auf Linsen abfahren würde, ist ein weiteres Wunder dieser mehr als drei Jahre dauernden Reise in die Tiefen des veganen Essens und der immer wieder aufkeimenden Erkenntnis: “Was habe ich nur all die Jahre verpasst?!”

Grüne Linsen-Taler mit Rucola und Basilikum | Toastenstein

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Grüne Linsen-Taler mit Rucola
Ob warm oder kalt, für eben auf die Hand oder als Snack in der Mittagspause - unsere veganen Linsen-Taler passen perfekt und schmecken wunderbar!
Grüne Linsen-Taler mit Rucola | Toastenstein
Kochzeit 60 Minuten
Portionen
Kleine Taler
Zutaten
Teig
Grüner Belag
Kochzeit 60 Minuten
Portionen
Kleine Taler
Zutaten
Teig
Grüner Belag
Grüne Linsen-Taler mit Rucola | Toastenstein
Anleitungen
  1. Als erstes wird der Hefeteig vorbereitet. Dazu das Wasser mit der Trockenhefe und dem Zucker in eine Schüssel geben, kurz verrühren und für ca. 10 Minuten stehen lassen, damit die Hefe aktiviert wird.
  2. Mehl, Salz und Öl in eine große Schüssel geben und die Hefemischung hinzufügen. Alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten und für mindestens 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
  3. In der Zwischenzeit die Cashews in eine Schüssel geben, mit kochendem Wasser übergießen und für ca. 15 Minuten einweichen lassen.
  4. Die Linsen nach Packungsangabe weich kochen, abgießen und gut abtropfen lassen. Bis zum Einsatz kurz beiseitestellen.
  5. Nun die Cashews und alle restlichen Zutaten für den grünen Belag in einen Mixer geben und zu einer feinen Creme pürieren. Danach die Hälfte der Linsen unterrühren.
  6. Jetzt den fertigen Teig kurz durchkneten und in 16 gleichgroße Teile teilen. Jeden Teil zu einem etwa handtellergroßen Fladen ausrollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
  7. Die grüne Creme gleichmäßig auf allen Teigfladen verteilen und etwas verstreichen. Zum Schluss die restlichen Linsen oben auf den Fladen verteilen. Im vorgeheizten Backofen bei 170°C (Umluft) für ca. 15-20 Minuten backen, bis die Ränder leicht goldgelb sind.
Rezept Hinweise

Die Linsentaler schmecken warm wie auch kalt und machen sich gut in der Brotdose zur Mittagspause oder als kleiner Snack auf die Hand für zwischendurch.


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