Haselnuss-Hafer-Schnitten mit Schokolade

Krümelig, knusprig und ein bisschen getrieben von herbstlicher Schwermut – das klingt, als wenn ich meinen momentanen Gemütszustand beschreibe. In Wahrheit sind damit aber unsere Haselnuss-Hafer-Schnitten gemeint. Denn in der nass-kalten Jahreszeit fühlen die sich an wie ein Stück gebackenes Glück.

Haselnuss-Hafer-Schnitten | Toastenstein

Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass das Rezept für die Haselnuss-Hafer-Schnitten schon eine Weile hier herumliegt. Es muss irgendwann kurz nach unseren Kaffee-Nuss-Donuts gewesen sein, da hatte ich einen unglaublichen Jieper auf Kuchen. Ich hing Maddin in den Ohren, der nur besonnen mit „Käsekuchen!“ auf mein Gezeter geantwortet hat. Mir war hingegen mehr nach Schokolade. Nach Nüssen. Nach Streuselkuchen. Wäre eigentlich die perfekte Gelegenheit gewesen, um noch einmal das Testgelände „Nussecke“ zu betreten, aber das ist ein Desaster für einen anderen Tag…

Naja, irgendwie sind dann die Schnitten entstanden. Der Quark musste weg. Da flogen noch übrige Haselnüsse herum. Und Schokolade, davon kann es ja nie genug geben. Solche Rezepte verbuche ich für gewöhnlich unter „kongenialer Gehirnfurz“, denn es klingt als wenn es keinen Sinn ergibt. Im Nachhinein stellt man aber fest, dass man der Genialität kaum hätte näher sein können.

Haselnuss-Hafer-Schnitten | Toastenstein

Selbstbeweihräucherung mal beiseite, abgesehen vom Jieper erinnern die Schnitten mich auch an unseren Sommerurlaub. Ein verregneter Tag irgendwo in der Eifel. Ein gemütliches weißes Sofa und eine flauschige Decke. Jede Menge Ruhe. Und eine Tupperbox voll mit Haselnuss-Hafer-Schnitten. Das Leben kann manchmal so herrlich simpel und trotzdem (oder gerade deswegen) so schön sein.

Das mit dem weißen Sofa und dem krümeligen Gebäck ist übrigens mit Vorsicht zu genießen, sonst artet wieder alles in Arbeit aus. Ansonsten aber astreine Angelegenheit. Unsere Empfehlung daher: gemütlich aufs Sofa klatschen. Den Körper, nicht den Kuchen. Und mit Kuchen im Mund den Tag einfach mal Tag sein lassen…

Haselnuss-Hafer-Schnitten | Toastenstein

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Haselnuss-Hafer-Schnitten mit Schokolade
Haselnuss-Hafer-Schnitten – knusprig, krümelig und irgendwas zwischen Schokoladenkuchen und Käsekuchen. Klingt grandios, oder?
Haselnuss-Hafer-Schnitten | Toastenstein
Kochzeit 60 Minuten
Portionen
Stücke
Zutaten
Boden und Streusel
Kochzeit 60 Minuten
Portionen
Stücke
Zutaten
Boden und Streusel
Haselnuss-Hafer-Schnitten | Toastenstein
Anleitungen
  1. Für den Boden und die Streusel alle Zutaten in eine Schüssel geben und gut verkneten, bis ein krümeliger Teig entstanden ist.
  2. Die Hälfte des Teigs in eine mit Backpapier ausgelegte Backform (21cm*21cm) geben und gut am Boden festdrücken. (Das geht am besten mit dem Boden eines Trinkglases.)
  3. Die Schokolade für die Füllung im Wasserbad schmelzen.
  4. In der Zwischenzeit die restlichen Zutaten für die Füllung in eine Schüssel geben und glatt rühren.
  5. Nun löffelweise die Quarkmasse in die Schokolade geben und glatt rühren. Anschließend auf den vorbereiteten Boden geben und glattstreichen.
  6. Den restlichen Teig gleichmäßig über die Quarkmasse krümeln und leicht andrücken.
  7. Im vorgeheizten Backofen bei 180°C (Umluft) für ca. 40-45 Minuten backen. Danach komplett abkühlen lassen und erst dann in Schnitten schneiden.

4 Kommentare

  • heike

    16. Oktober 2020

    Hallo Ihr Zwei mit den super Rezepten!!
    Ich habe gestern diese Schnitten probiert und die sind superlecker und sehr gut gelungen – vielen Dank dafür!
    Ich habe nur eine Frage zu der Füllung: bei Euch sieht die so weiß aus – bei mir eher dunkel, da ich die Schoki da reingemischt habe. Könnte man diese Füllung evtl. auch ohne Schoki machen oder wird die dann nicht so fest? Ich habe übrigens Haferjoghut genommen (bin kein Fan von Soja) und es hat auch so super geklappt.
    Grüße von der Heike

    Reply
    • Maddin

      18. Oktober 2020

      Hallo Heike,

      danke für die Blumen! 🙂

      Wir haben an der Stelle helle Schokolade für die Füllung genommen, darum ist sie heller. (Man kann aber jede Schoki nehmen.)

      Und die Antwort, ob man auf die Schokolade verzichten kann, hast Du ja bereits selbst gegeben: Kann man auch ohne Schoki machen, wird dann aber wirklich nicht so fest! 😉

      Toastigen Sonntag,
      Maddin

      Reply
  • Lisa

    27. Oktober 2020

    Hallo ihr lieben. Das Rezept liest sich total super und ich möchte es am Wochenende gerne backen, jedoch als Kuchen in einer 26er-Springform. Sollte ich die Zutatenmenge dafür verdoppeln, oder was würdet ihr empfehlen? Kann mit der Kastenformgröße, die ihr benutzt habt, leider nicht viel anfangen im Verhältnis zur Springform. Danke schon mal im Voraus.
    Liebe Grüße,
    Lisa

    Reply
    • Eden

      27. Oktober 2020

      Hallo Lisa,

      wir sind uns nicht 100%ig sicher, aber schätzen dass die 1,5 fache Menge des Rezeptes ausreichen sollte für eine 26er Springform.

      Viel Spaß beim Backen!
      Eden

      Reply

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